Vom Furisode zum Tomesode

In letzter Zeit tauchen immer wieder ungewöhnliche Kimono auf, wie dieses Set aus einem Tomesode mit passenden Furisode-Ärmeln:

Das Set ist Teil der traditionellen japanischen Hochzeitszeremonie: Furisode werden von Mädchen und jungen, unverheirateten Frauen getragen, während der Tomesode der formalste Kimono der verheirateten Frau ist.

 

Die Hochzeit ist die letzte Gelegenheit der Braut einen Furisode, genauer gesagt einen Kakeshita (Hochzeits-Furisode), zu tragen. Der Wechsel vom Furisode zum Tomesode soll den Übergang vom Mädchen zur Frau symbolisieren.


Da Kimono schon immer teuer waren, wurden früher beim schwarzgrundigen Kakeshita einfach die Ärmel gekürzt, also das farbige Design im unteren Bereich der Ärmel entfernt. Was blieb war ein Tomesode, der nun von der verheirateten Frau getragen werden konnte.

 

Bei diesem Taisho/Showa Tomesode haben wir noch eine andere Möglichkeit, nämlich die Verwendung von austauschbaren Ärmeln. Wie man sehen kann geht das Tsuru-Design auf den Ärmeln sehr weit nach oben. Sie zu kürzen wäre schwierig gewesen, da ein Tomesode längere, d. h. formalere Ärmel hat. Außerdem bestand so die Möglichkeit, den Tomesode wieder in einen Furisode zu verwandeln, so dass er von der Tochter zu deren Hochzeit getragen werden konnte.

 

Ein wirklich ungewöhnliches Stück^^

 

 

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Kimono-Sonntag, 20. Mai,
Teehaus Planten un Blomen, Hamburg.
Um 15, 16 & 17 Uhr:
Vortrag zum Theme "Kimono",
Dauer ca. 15 Minuten,
Referentin: Doro Schlüter (Spree Kingyo)

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