Endlich!

Ok, ich muss zugeben, in letzter Zeit war es hier ziemlich ruhig. Was nicht zuletzt an einem Umzug und einem etwas eigenwilligen Computer lag. Aber endlich tut sich ja wieder was :) 
Ne, nicht beim Computer, der zeigt immer noch rosa Blockstreifen anstelle des Startbildschirms... was netter klingt als es in Wirklichkeit ist...
Aber da das hier nicht der Godzilla-Computer-Club ist, sollte ich vielleicht lieber berichten, was sich kimonotechnisch so getan hat.
Maika und ich hatten unseren ersten öffentlichen Auftritt! Und mit Auftritt meine ich nicht den obligatorischen Gang durch die Gemeinde, sondern einen Auftritt vor Publikum!

Da der geneigte Leser bis hierhin ausgehalten hat, sollte ich vielleicht doch die ganze Geschichte erzählen:
Ziemlich unverhofft war Anfang November eine Mail vom JNTO Frankfurt ins Postfach geflattert, in der es um einen möglichen kleinen Auftritt bei einem Veranstaltungsabend für Reisebüromitarbeiter in Hamburg ging. Dabei sollten wir den Anwesenden etwas über Kimono erzählen und gleich auch demonstrieren, wie man einen anzieht. 50 Gäste, Dauer ca. 30 Minuten, Termin 18.11., Ort würde das Empire Riverside Hotel im Hafen sein. 
Ok, wir sollen was, wann und wo? Schon mal Lampenfieber beim bloßen Anblick einer Mail bekommen? Nicht? Echt nicht? Na wie auch immer, wenn man im Kimono durch Hamburgs Innenstadt laufen kann, dann sollte so ein Abend doch machbar sein ;)

Zugesagt, dreimal durchgeatmet und ran an die Planung. Ziemlich schnell stand fest, dass wir keine Präsentation zeigen wollten, sondern alles Live und in Farbe. Und mit einer Freiwilligen aus dem Publikum zum Ankleiden. 
Unter normalen Bedingungen wäre die Kleiderfrage wohl kein Problem gewesene. Tja, wenn sich deine gesamte Wafuku Ausrüstung aber über etliche Kartons, Tatoshi, Tüten, Zimmer und Stockwerke verteilt, sieht die Sache schon anders aus.  Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Kilometer ich auf der Suche nach den richtigen Sachen zurückgelegt habe...
Am 18. ging es dann mit Rollkoffer zu den Landungsbrücken, wo die erste Überraschung wartete: eine kranke Maika. Wie sie in dem Zustand die ganzen Kimono für die Vorführung mitgeschleppt hat, ist mir bis heute ein Rätsel. Im Hotel änderten wir kurzerhand unsere Pläne, so dass nur ich mich umzog und Maika in Zivil meine Assistentin geben würde. 
Die zweite Überraschung, die eigentlich keine war: 50 Gäste sind ganz schön viel und möchte nicht doch lieber jemand anderes den Vortrag halten? Nicht? 
Auch wenn ich ziemlich nervös war und das Mikro nicht zu meinem natürlichen Freundeskreis zählt, rückblickend betrachtet lief der Abend doch ganz gut. Zuerst haben wir ein wenig geplaudert und dabei verschiedene Kimono präsentiert. Als es um die Frage ging, was Männer unter dem Kimono alles ausstopfen, waren die Herren der Runde doch recht erstaunt. Auf Schulterpolster und einen Wohlstandsbauch muss man aber auch erst mal kommen. Amüsant war es allemal.
Danach hatten wir das Glück, eine Freiwillige im Publikum zu finden, die schon immer mal einen Kimono anziehen wollte. Und der Maikas Kimono auch noch wie angegossen passte :) 
Für mich war dabei der Höhepunkt des Abends zu sehen, wie Maika das Mädel in der kurzen Zeit angezogen hat. Wow! Ok, unser Modell hat natürlich ihre Sachen anbehalten und wir haben auf den Juban etc. verzichtet. Trotzdem bin ich mit den Erklärungen bei Maikas Tempo kaum mitgekommen ^^ Die Anwesenden waren auf jeden Fall beeindruckt!

Nach der Vorführung konnten wir dann noch das Buffet plündern, haben etwas über Sitzplatztypen in verschiedenen Fliegern gelernt (und wieder vergessen) und sind dann mit einem kleinen Dankeschöngeschenk im Koffer selig und müde nach Hause gefahren.

An dieser Stelle möchte ich mich noch bei allen Leuten entschuldigen, die am späten Abend des 18. November von lauten, vorbeiziehenden Kofferrollen geweckt wurden. Es ist wirklich erstaunlich, wie laut die Dinger werden können. Und welches Lautmalspektrum sie auf unterschiedlichsten Bodenbelägen zustandebringen können. Sorry ^^

LG
Britta 



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Kimono-Sonntag, 20. Mai,
Teehaus Planten un Blomen, Hamburg.
Um 15, 16 & 17 Uhr:
Vortrag zum Theme "Kimono",
Dauer ca. 15 Minuten,
Referentin: Doro Schlüter (Spree Kingyo)

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