Obi Kitsuke –

die Taiko Musubi

Die Taiko Musubi (taiko = Trommel, musubi = Obischleife) gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Methoden, einen Obi zu binden. Man kann sie zum Komon tragen, genau wie zum Tomesode.

Was brauche ich:

  • Obi
  • Obi Makura
  • Koshi Himo
  • Obijime
  • Obiage
  • Obiita

 

Optional:

  • Obidomegane (Obi Clip)
  • Wäscheklammer

Für die folgenden Bilder möchte ich mich bei Melanie, einer guten Freundin und Besitzerin der Domains www.hanamachi.de und www.sakura-heaven.de bedanken ^^

 

© www.hanamachi.de
© www.hanamachi.de

Ihr beginnt mit dem schmalen Ende des Nagoya Obi und legt dieses vorne an, sodass das Ende an eurer linken Seite liegt.

© www.hanamachi.de
© www.hanamachi.de

Nun wickelt ihr den Obi fest um eure Taille bis der Motivbereich des schmalen Stücks vorne zu sehen, bzw. der breitere Bereich erreicht ist.

© www.hanamachi.de
© www.hanamachi.de

Haltet den breiten Bereich in eurer linken Hand fest und zieht nun das Anfangsstück des schmalen Bereichs (mit dem ihr begonnen habt) wieder heraus.

© www.hanamachi.de
© www.hanamachi.de

Zieht nun das schmale Anfangsstück bis zum Rücken heraus. Damit der Obi stramm sitzt, werden jetzt die Enden mit beiden Händen vorsichtig auseinandergezogen. 

 

Ich werde nun mit einem optionalen und sehr nützlichen Hilfsmittel fortfahren, dem Obidomegane oder Obi-Clip.

 

Wer dieses Hilfsmittel nicht hat, verknotet das schmale und breite Stück des Obi an dieser Stelle mit einem halben Knoten und zieht diesen dann fest. Die beiden folgenden Bilder können dann übersprungen werden.

© www.hanamachi.de
© www.hanamachi.de

Der Obi-Clip ist ähnlich einer großen Klammer und wird auf den gewickelten Obi geschoben, sodass alle Lagen festgehalten werden. Ein Klammerschenkel liegt innen, zwischen Obi und Kimono, der andere Klammerschenkel liegt außen. An der Unterseite kann der Clip dann per Druckknopf verschlossen werden.

Wichtig ist, dass beim Obidomegane deie kurze Seite am Körper anliegt. Wir werden gleich sehen warum.

© www.hanamachi.de
© www.hanamachi.de

Der Obi wird nun durch den Clip oder den halben Knoten gehalten.

© www.hanamachi.de
© www.hanamachi.de

Dieser Schritt ist nicht zwingend, aber hilfreich:
befestigt das kurze schmale Ende vorne am Obi – am besten mit einer Wäscheklammer. So kommt es euch nicht in die Quere, bis ihr es braucht.

© www.hanamachi.de
© www.hanamachi.de

Fahrt nun mit dem breiten Teil des Obi fort. Ihr faltet es auseinander, sodass das Muster oben beginnt.

© www.hanamachi.de
© www.hanamachi.de

Das Obi-Makura wird eingeschoben, die flache Seite zeigt zum Rücken.


Obidomegane: Hier wird das Makura samt Obistoff in die obere Lücke zwischen der Klammer und eurem Rücken geschoben und so an Position gehalten.

 

Halbknoten: Hier ruht das Makura über dem Knoten.

 

Bindet die Makura fest (vorne auf der Brust verknoten) und schiebt das Band dann in den Obi, sodass es verschwindet.

© www.hanamachi.de
© www.hanamachi.de

Nun wird der hängende Teil nach innen hochgefaltet.

© www.hanamachi.de
© www.hanamachi.de

Im Inneren liegen nun drei Lagen Obistoff, die seitlich betrachtet ein Zick-Zack ergeben.

© www.hanamachi.de
© www.hanamachi.de

Das Ende des Obi sollte ca. 7 – 8 cm (ca. Länge der zeigefingers) unter der Faltung herausschauen und das Ohashori noch bedecken.

© www.hanamachi.de
© www.hanamachi.de

Mit einem Koshihimo könnt ihr dem "Zick-Zack" für den Moment fixieren, bis ihr alle Schritte ausgeführt habt, und es von alleine festsitzt.

© www.hanamachi.de
© www.hanamachi.de

Hierzu bringt ihr das Koshihimo, wie auf dem Bild zu sehen ist, zwischen äußerster Lage und zweiter Lage des Obi. Bindet das Koshihimo dann vorne fest – richtig fest!

© www.hanamachi.de
© www.hanamachi.de

Jetzt zieht ihr das Obiage durch die Musubi und legt es über das Obimakura. Bindet das Obiage vorne für den Moment in einem einfachen Knoten fest. Um die Bindetechnik der Obiage kümmern wir uns später.

© www.hanamachi.de
© www.hanamachi.de

Ihr könnt nun das kurze Stück, das zuvor vorne am Kimono durch die Wäscheklammer befestigt wurde, lösen.

© www.hanamachi.de
© www.hanamachi.de

Faltet es nach hinten, und schiebt das es in den gebundenen Obi.

© www.hanamachi.de
© www.hanamachi.de

Das Obijime wird nun durch den Obi gezogen und vorne verknotet Die Anleitung zum Binden des Obijime findet ihr HIER.

Mit Hilfe der Obijime wird das schmale kurze Stück in der Mitte des Obi festgehalten – außerdem werden so auch alle anderen Lagen gegen den Körper gedrückt und befestigt. Ab jetzt sollte nichts mehr verrutschen können und festsitzen.

© www.hanamachi.de
© www.hanamachi.de

Daher kann nun auch das Koshihimo entfernt werden, welches zuvor – zur Sicherheit – in den Obi gebunden wurde.

© www.hanamachi.de
© www.hanamachi.de

Jetzt könnt ihr euch um die Obiage kümmern. Diese wird einfach verknotet – die Enden werden dann nach beiden Seiten in den Obi geschoben. Der Knoten sollte ganz in der Mitte des Obi (zwischen Obi und Kimono) verschwinden – der Rest der Obiage darf und soll sogar etwas aus dem Obi heraussehen.

© www.hanamachi.de
© www.hanamachi.de

Je nachdem welche Art Obiita ihr besitzt, habt ihr es entweder bereits vor dem Anlegen des Obi mit einem elastischen Band angelegt oder aber ihr schiebt es nun in den Obi von oben ein. Am besten zwischen äußerster und zweiter Lage. Das Obiita verleiht dem Obi seinen festen Stand und sorgt dafür, dass keine Falten entstehen.

© www.hanamachi.de
© www.hanamachi.de

Der Obi sollte letztendlich dann so aussehen.

© www.hanamachi.de
© www.hanamachi.de

Fertig! 

 

Macht euch keine Gedanken, wenn das Binden des Kimono und des Obi nicht sofort klappt! Bei mir hat es auch seine Zeit gebraucht, bis ich es einigermaßen hinbekommen habe. Und perfekt kann ich es immer noch nicht. Das Anlegen des Kimono ist wirklich eine Kunst und es braucht Übung, Übung, und nochmals Übung, um wirklich gut darin zu werden. 

Ich wünsche euch viel Spaß und hoffe ich konnte euch mit dieser Anleitung etwas weiterhelfen.

 

– Melanie –

News

News

Zur Zeit sind einige Funktionen der Homepage nicht verfügbar, da sie bezüglich der neuen Datenschutzverordnung überarbeitet bzw. geprüft werden.

News

Kimono-Sonntag, 20. Mai,
Teehaus Planten un Blomen, Hamburg.
Um 15, 16 & 17 Uhr:
Vortrag zum Theme "Kimono",
Dauer ca. 15 Minuten,
Referentin: Doro Schlüter (Spree Kingyo)

Blog

Endlich!