Stoffe, Webarten und Dekorationstechniken (eine Auswahl)

Ro
– charakteristische Linien-Webung
– für die heißesten Monate des Sommers
– Seide, Synthetik, Baumwolle
– der Abstand der offenen Webreihen kann variieren

Sha
– leichte, mehr oder weniger transparente Webung
– für die heißesten Monate des Sommers
– Seide, Synthetik, Baumwolle

Ramie (Asa, Hanf)
– Sommerstoff
– lockere Webung

Tsumugi
– glatte Webung mit charakteristischen Verdickungen im Seidengarn,

   dass beim Handverspinnen der durch das Schlüpfen der Seidenraupen

   beschädigten Seidenkokons entsteht

Rinzu
– Seidenstoff mit eingewebten Muster
– schwerer und fester Stoff (im Gegensatz zu Kinsha)

Chirimen
– Webung mit Crepe-Textur

Habutae
– glatte, feste Seidenwebung

Tsuzure ori
– spezielle Form der Bild-Webung, bei der der Kamm am Webstuhl
   durch einen eingekerbten Fingernagel ersetzt wird, so dass der
   Künstler in reiner Handarbeit extrem feinteilige Motive mit vielen
   Schattierungen verwirklichen kann
– sehr zeitintensive Form des Webens, die jahrelange Übung verlangt,
   selbst versierte Weber schaffen zeitweise nur wenige cm am Tag

Sakiori
– traditionelle Webtechnik, bei der alte Stoffstreifen recycelt werden

Omeshi
– glatte, enge Webung mit handgesponnenem, gefärbten Garn

Sashiko
– japanische Quilt-Technik, bei der mit weißen Baumwollfäden Muster
   gebildet werden
– gerne verwendet bei wattierter Winterkleidung
– typisch sind auch Sashiko-Muster auf alten Feuerwehr-Jacken, die
   durch die gehefteten Stofflagen stabiler wurden

Kasuri
– doppelte Ikat-Webung, d. h. sowohl Kett- als auch Schussfaden werden
   partiell vorgefärbt um das spätere Muster zu erzielen
– charakteristisch sind die „unsauberen“ Übergänge im Design
– beliebte Kasuri Farben sind Weiß und Indigo

Nishiki
– Brokatwebung

Saga Nishiki
– Form der Brokat-Webung
– bei der Webung werden mit Gold, Silber oder Lack ummantelte
   Papierstreifen verwendet
– Ende der Edo-Zeit von Kashima Nabeshima in der Saga Präfektur
   entwickelt

Spitze
– durchbrochener Stoff mit Löchern (unterschiedlicher Größe), die ein
   Muster ergeben

Hakata
– Webart, gerne bei Obi verwendet
– benannt nach der Satdt Hakata

– gibt es in vielen verschiedenen Designs

Shibori
– Dekorationstechnik, bei der Bereiche des Stoffes vor der Färbung
   abgebunden werden
– da der Herstellungsprozess sehr aufwändig und damit teuer ist, wird
   Shibori gerne als Druck simuliert, hier fehlen dann die charakteristischen
   Erhebungen im Stoff

Yuzen
– Dekorationstechnik, bei der bestimmte Bereiche mit einer Paste
   (Reispaste, Gutta etc.) umschlossen/abgedeckt werden, die das
   Ausbluten/Auslaufen der Farbe beim Malen verhindert

Malerei
– mit dem Pinsel aufgetragene Freihandmalerei
– Malerei mit schwarzer Grundfarbe wie beim Sumi-e, der jap. Tuschemalerei

Pente
– farbige Malerei, oft auf älteren Stücken zu finden, z. B. auf umgewandelten
   Mofuku Obi oder um Flecken zu verdecken
– beliebt nach dem Krieg, da Geld und Recourcen für teure Dekorationen
   fehlte

Bingata
– vielfarbiges Stempel-Design auf rotem oder gelbem Grund
– beheimatet auf der Insel Ryukyu (Okinawa), wo es für die Oberschicht
   reserviert war

Stickerei
– meist mit Seidenfäden

Meisen
– beliebteste Seidenart zu Beginn der Showa-Ära
– Ikat-Webung
– charakteristisch sind weiche Übergänge im Muster, da die Fäden vor der
   Webung gefärbt werden, sowie die glänzende Oberfläche

Kinsha
– Webung mit Crepe-Struktur
– leicher Stoff (im Gegensatz zu Chirimen)

Jinken
– Rayon (Viskosefilamentgarn), in Japan ca. 1918 eingeführt
– viele pre-WWII sind aus Jinken oder Jinken-Seiden-Mix
– qualitativ hochwertiges Jinken fühlt sich ähnlich wie Seide an, lässt sich
   aber waschen und war so beliebt für Kimono

Muslin
– fein gewebter Baumwollstoff
– sehr verbreiteter Stoff bei Männer-Juban vor dem Zweiten Weltkrieg

News

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Kimono-Sonntag, 20. Mai,
Teehaus Planten un Blomen, Hamburg.
Um 15, 16 & 17 Uhr:
Vortrag zum Theme "Kimono",
Dauer ca. 15 Minuten,
Referentin: Doro Schlüter (Spree Kingyo)

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