Accessoires

Neben Kimono, Obi und Juban braucht man noch einige Accessoires, die für ein perfektes Kitsuke ("wie man einen Kimono trägt") mehr oder minder notwendig sind.

 

 

Durch die Wahl der Accessoires kann man das Erscheinungsbild eines Kimono stark verändern. Man kann vorhandene Farben harmonisch abrunden oder Farbakzente setzen. Einen Kimono jünger oder älter wirken lassen.

 

Haneri

Dekorativer „Halb-Kragen“, der temporär über den Nagajuban-Kragen genäht wird.

 

Ein Haneri wird benötigt, wenn der Nagajuban am Kragen keine Öffnung für das Erishin (Kragen-Inlay zur Versteifung) hat. Außerdem dient er zum Schutz des Juban. Ein Haneri kann aus verschiedenen Stoffen bestehen, unifarben oder reich dekoriert sein. Praktisch sind waschbare Stoffe, die nach dem Tragen einfach per Hand ausgewaschen werden können, da der Haneri am Hals Hautkontakt hat und so mit Make-Up etc. in Berührung kommen kann.

 

 

Dateeri

Dekorativer Kragen, der temporär mit Clips am Kimono-Kragen befestigt wird.


Früher wurden gerne mehrere Lagen von Kimono übereinander getragen, die dann z. B. am Kragen sichtbar waren. Der Dateeri simuliert diesen Mehrlagenlook, ohne dass das Gewicht und die Wärme einer weiteren Kimono-Schicht dazukommt. Dateeri verwendet man sehr gerne zum Furisode.

 

 

Obiage   

 

„Stoffschärpe“, die das Obimakura (Obi-„Kissen“) versteckt und die Obi Musubi (Obi-Schleife) in Form hält.


Obiage gibt es in verschiedenen Materialien, Qualitäten und Dekorationstechniken. Häufig verwendet wird Rinzu Seide (strukturiert gewebte Seide) mit Shibori Dekoration oder Chirimen Stoff (Crepe). Shibori Obiage gehören zum Furisode, je mehr Shibori, desto formaler. Zum Kurotomesode gehört ein hochwertiges weißes Obiage aus Rinzu-Seide mit Golddekor.

 

 

Obijime

Runde Kordel oder flaches Band, welches die Obi Musubi zusammenhält.


Obijime sind meistens flache oder runde Kumihimo (jap. Flechttechnik) Bänder, können aber auch dünne gefütterte Stoffrollen sein. Manchmal werden auch ungewöhnliche Materialien wie Leder verwendet. Flache Obijime aus Synthetikmaterial sind eher informal, während ein weißes Seiden-Obijime mit Goldeinwebung zum Kurotomesode gehört. Runde Obijime mit reicher Deko gehören zum Furisode, aus Brokatstoff zum Kakeshita und in der kurzen Variante zum formalen Kinderkimono (z. B. Shishigosan „3-5-7 Fest“).Besonders schmale, flache Obijime (ca. 0,8 bis 1 cm Breite) heißen Sanbuhimo und werden mit Obidome dekoriert. Sie haben meistens sehr kurze Fransen, was das Auffädeln erleichtert. Die Position des Obijime am Obi verrät auch etwas über das Alter der Trägerin, je älter, desto tiefer sitzt das Obijime (ausgehend von der Mitte).

 

 

Obidome

Dekorative Obi-Brosche, die vorne am Obijime getragen wird.


Obidome gibt es in diversen Materialien und Preisklassen. Viele ältere Stücke kommen mit passendem Obijime, welches kleine Haken für das Obidome hat. Ansonsten werden Sanbuhimo (extra schmale Obijime) benutzt. Gerne verwendet man heute auch Broschen als Alternative, für die es sogar besondere Clips mit Ösen in Japan zu kaufen gibt.

 

 

Tabi

Feste Zehensocken aus Baumwolle oder Synthetik.


Tabi werden zu jedem Kimono, aber nicht zum Yukata, getragen. Sie haben den großen Zeh abgetrennt, so dass man Zori und Geta (jap. Zehen-Schuhe und -Sandalen) tragen kann. Standard Zori sind aus Baumwolle, weiß und haben eine versteifte Sohle. Hinten werden sie mit Haken verschlossen. Solche Zori können auch formal getragen werden. Synthetik Zori sind häufig aus Stretch-Material oder im Sommer auch aus Spitze.
Heute findet man eine Vielzahl von farbigen oder dekorierten Zori. Sie werden gerne zu informalen Kimono getragen, bestickte weiße Zori können zum Furisode getragen werden.


Tabi Socken (gestrickt) sind neueren Datums und informal.

 

 

Zori

Kimono-Schuhe mit Hanao (Zehenstege)


Zori trägt man zu allen Kimono, es gibt sie in verschiedenen Varianten:


Stroh-Zori trägt man leger im Sommer, Vinyl-Zori mit breiten Hanao sind ebenfalls informal. Viele sind mit fester, geschlossener Vinylsohle ausgestattet und können gut draußen und bei nasserem Wetter getragen werden.


Brokat-Zori sind die formalsten.

 

Beim Furisode gilt: je höher die Sohle, desto formaler die Zori.


Die meisten Zori haben eine Ledersohle mit 2 Klappen auf der Unterseite. Öffnet man diese, kann man die Bänder der Hanao lösen und diese so weiter oder enger machen bzw. ganz austauschen.

 

 

 

Regenzori

Vinyl Zori mit rutschfester, geschlossener Sohle und einer Spritzschutz-Kappe über den Zehen.

 

 

 

Geta

Hölzerne informale Schuhe mit Hanao (Zehenstege) meistens zum Yukata.


Geta gibt es in verschiedenen Varianten, traditionell bestehen sie aus einem glatten Fußbett und zwei Holzstegen zum Laufen.

 

 

 

Schneegeta

Traditionelle Geta mit einer (oft abnehmbaren) gefütterten Schutzkappe für die Zehen.

 

 

 

Wärmeschutzkappen

Um Geta oder Zori wintertauglich zu machen, meist aus Leder oder Synthetik mit Fellimitat-Besatz, halten die Füße warm und schützen vor Spritzwasser oder Schnee.

Hanao

Zehenstege/Zehenbänder für Zori und Geta aus unterschiedlichen Materialien wie Leder, Stoff oder Plastik.

Erishin

Inlay zur Versteifung des Kragens

 

Das Erishin wird entweder in den Kragen des Nagajuban eingeschoben oder zwischen Jubankragen und aufgenähten Haneri gesteckt.
Im Sommer wird gerne ein Erishin aus festem Mesh-Gewebe benutzt, da dieses luftdurchlässiger ist.

Datejime

Zur Sicherung des Juban und Kimono an der Taille

 

Das Datejime wird über das Koshihimo am Juban und Kimono gebunden und sichert so die einzelnen Lagen zur jeweils nächsten.

Klassische Seiden-Datejime sind im Mittelstück steif, so dass sie hier gerade am Körper anliegen, wogegen die Enden sehr weich sind und sich gut knoten lassen. Heutzutage werden auch gerne Stretch-Datejime aus Synthetik verwendet, die dann mit Klett verschlossen werden. Diese sind sehr einfach anzuwenden, sind allerdings nicht atmungsaktiv.

 

 

Obimakura

Obikissen zur Gestaltung und Sicherung der Musubi (Obi-Schleife) im Rücken.

 

Das Obimakura ist ein Kissen, das hinten in der Musubi den Bogen formt. Durch die vorne verknoteten Bänder sichert es außerdem die Musubi am Körper. Makura sind in der Regel aus Synthetikmaterial, wobei heute im Sommer auch manchmal natürliche Materialien wie Luffa zum Einsazt kommen.

 

 

Obiita

Flaches Inlay zur Versteifung des Obi im Bauchbereich

 

Das Obiita wird je nach Konstruktion unter dem Obi bzw. zwischen die einzelnen Lagen des Obi am Bauch geschoben. Es hilft die Faltenbildung am Bauch zu vermindern und sorgt so für ein glattes Erscheinungsbild.

Koshihimo

Band, das den Juban und Kimono zusammenhält

 

Koshihimo (kishi = Hüfte, himo = Band) gibt es aus verschiedenen Materialien wie z. B. Seide oder Baumwolle. Sie halten den Juban und Kimono zusammen und sichern z. B. das Ohashori, die horizontale Faltung des Kimono an der Taille zur Regulierung der Länge. 3 Himo sollte man zum Tragen des Kimono besitzen.

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Kimono-Sonntag, 20. Mai,
Teehaus Planten un Blomen, Hamburg.
Um 15, 16 & 17 Uhr:
Vortrag zum Theme "Kimono",
Dauer ca. 15 Minuten,
Referentin: Doro Schlüter (Spree Kingyo)

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