Wafuku für Männer

Männer-Kimono sind ähnlich geschnitten wie Frauen-Kimono.

 

Es gibt aber auch einige grundlegende Unterschiede:
Länge –  Männer-Kimono werden ohne Ohashori (Faltung an der Taille) getragen, die richtige Länge ist beim Kauf  also wichtiger als bei Frauen-Kimono.

 

Ärmel –  die Außenkante ist eckig, die Ärmelinnenseite ist nicht offen, sonder bis auf wenige cm an den Kimono genäht.


Dekoration – Männer-Kimono sind meistens gedeckter in Farbe, Muster und Motive tauchen eher im Futter von Haori oder auf dem Juban auf. Gerne verwendet werden Stoffe wie Tsumugi-Seide

oder Wolle, formale Kimono sind in der Regel schwarz und können 1 bis 5 Mon aufweisen.

 

Moderne Hochzeits-Kimono gibt es je nach aktueller Mode auch gerne in ungewöhnlichen

Farben (Hellblau, Rosa etc.) und mit großen goldenen Mon (Wappen).

 

Mon – Familienwappen auf Männer-Kimono sind größer als bei den Frauen-Kimono.

 

Haori Himo – formale Himo haben am End einen großen Pompon.

 

Teile des Kimono

Teile des Kimono:

  1.    sode = Ärmel
  2.    sodeguchi = Ärmelöffnung
  3.    furi = Ärmel unterhalb der Armöffnung
  4.    tamoto = „Ärmel"-Tasche
  5.    mae migoro = Front-Bahn
  6.    ushiro migoro = Rücken-Bahn
  7.    okumi = Front-Bahn unter dem Kragen
  8.    eri = Kragen
  9.    doura = Futter

10.    fuki = Saum-Schutz

 

Längenbezeichnungen:
mitake = Rückenlänge unterhalb des Kragens
               gemessen
sode take = Länge des Ärmels
erishita = Länge des Okumi vom Kragenende
                  zum Boden
yuki take = halbe Spannweite
                  (Rückennaht bis Ärmelöffnung)
mae haba = Breite der Front-Bahn
ushiro haba = Breite der Rücken-Bahn unten
kata haba = Breite der Rücken-Bahn oben
okumi haba = Breite der Okumi-Bahn
sode haba = Breite des Ärmels

 


Kimono

Yukata  

Leichter hitoe (ohne Futter) Sommer-Kimono aus Baumwolle.
Yukata sind der Inbegriff für Sommer, laue Abende, Feuerwerk (Hanabi) und Festivals (Matsuri). Sie sind leicht, leger und unkompliziert, sowohl was das Tragen als auch das Reinigen angeht.

 

Yukata trägt man in der Regel:
– ohne Nagajuban (Unter-Kimono), dafür nur mit Hadajuban
– mit Geta ohne Tabi
– mit Heko oder Kaku Obi (informaler, softer oder schmaler Obi)

 

Yukata gibt es in den verschiedensten Webungen, Designs und Preisklassen, klassisch sind Indigo gefärbte Yukata.


Männer tragen Yukata eher leger, der Obi sitzt tiefer, das ganze Outfit betont Schultern und Bauch, was für Männlichkeit und Wohlstand steht.

Kimono

Kimono gibt es je nach Jahreszeit als awase (mit Futter) oder hitoe (ohne Futter). Die verwendeten Materialien sind meistens Wolle, Polyester oder Seide, je nach Formalität. Dabei spielt auch die Anzahl der Mon (Familienwappen) eine große Rolle. Kimono gibt es ganz ohne oder mit 1 bis 5 Mon, von leger bis formal.

 

Obi zum Kimono sind

– Heko Obi

– Kaku Obi

Obi

Heko Obi

– informaler Obi
– softer Obi für Männer, oft mit Shibori Design
– zum Yukata und Kimono

Kaku Obi

– informaler bis formaler Männer Obi
– Maße: ca. 9 bis 10 cm, Länge um die 4 m
– kann zu allen Kimono getragen werden

Juban und Accessoires

Hanjuban

„Halber“ Unter-Kimono, meint ein meist aus Baumwolle bestehendes Juban Hemd.


Dieser Unter-Kimono wird entweder unter dem Nagajuban oder alleine unter dem Yukata getragen.

Nagajuban

Langer Unter-Kimono mit Kimono-Ärmeln.


Ein Nagajuban kann u. a. aus Synthetik, Wolle oder Seide sein. Praktisch sind waschbare Stoffe, die aber in der Regel weniger atmungsaktiv sind. Bei Seidenstoffen ist es ratsam einen Hanjuban darunter zu tragen, da so Schweiß und Feuchtigkeit von Juban und Kimono ferngehalten werden.

Haneri

Dekorativer „Halb-Kragen“, der temporär über den Nagajuban-Kragen genäht wird.

 

Er dient zum Schutz des Juban. Ein Haneri kann aus verschiedenen Stoffen bestehen, unifarben oder dekoriert sein. Praktisch sind waschbare Stoffe, die nach dem Tragen einfach per Hand ausgewaschen werden können.

 

 

Koshihimo

Band, das den Juban und Kiamono zusammenhält

 

Koshihimo (kishi = Hüfte, himo = Band) gibt es aus verschiedenen Materialien wie z. B. Seide oder Baumwolle. Sie halten den Juban und Kimono zusammen.

Datejime

Zur Sicherung des Kimono an der Taille

 

Das Datejime kann anstelle eines Koshi Himo über den Kimono gebunden werden und sichert ihn vor dem Binden des Obi.

Neben Seiden-Datejime werden heutzutage auch gerne Stretch-Datejime aus Synthetik verwendet, die mit Klett verschlossen werden. Diese sind sehr einfach anzuwenden, sind allerdings nicht atmungsaktiv.

 

 

Diverses

Haori

Beim Haori gelten die gleiche Kriterien wie beim Kimono, beide werden auch gerne im Set angeboten.
Haori werden vorne nicht geschlossen, dafür gibt es extra Haori Himo, „Bänder“ zum verknoten bzw. zum Einhängen in Schlaufen. Formale Himo haben am End einen großen Pompon.

Haori Himo

Bänder (himo), die den Haori zusammenhalten.

 

Haori himo können aus verschiedenen Materialien bestehen und je nach Ausführung informal oder formal getragen werden. Formale Himo haben am Ende einen Pompon.

Hakama

Männer-Hakama gibt es in 2 Typen:
Umanori – mit Beinteilung
Andon – ohne Beinteilung.
Sie haben ein Koshita (Rückenbrett) und eine Einzelfalte hinten. Hakama werden z. B. beim Budo (trad. jap. Kampfsportarten) oder zur Hochzeit getragen. Sie gehören zum formalen Kimono-Outfit. Die Materialien können stark variieren, je nach Verwendungszweck.

Hanten

Wattierte Hausjacke für die kalte Jahreszeit, meistens aus Baumwolle

Alles für die Füße

Zori

Relativ eckige Kimono Schuhe mit  Hanao (Zehenstege).
Zori trägt man zu allen Kimono, es gibt sie in verschiedenen Varianten:
Stroh Zori trägt man leger im Sommer, Vinyl-Zori mit breiten Hanao sind ebenfalls informal. Viele sind mit fester, geschlossener Vinylsohle ausgestattet und können gut draußen und bei nasserem Wetter getragen werden.
Weiße Zori sind formal und gehören zum Hochzeits-Outfit.

Regenzori

Vinyl Zori mit rutschfester, geschlossener Sohle und einer Spritzschutz-Kappe für die Zehen.

Geta

Hölzerne informale Schuhe mit Zehenstegen zum Yukata und informalen Kimono.
Geta gibt es in verschiedenen Varianten, traditionell bestehen sie aus einem glatten Fußbett und zwei Holzstegen zum Laufen.

Männer Geta sind eckiger als die von Frauen.

Tabi

Feste Zehensocken aus Baumwolle oder Synthetik. Tabi werden zu jedem Kimono, aber nicht zum Yukata, getragen. Sie haben den großen Zeh abgetrennt, so dass man Zori und Geta (jap. Zehen-Schuhe und -Sandalen) tragen kann. Standard Zori sind aus Baumwolle und haben eine versteifte Sohle. Hinten werden Sie mit Haken verschlossen. Weißen Zori werden formal getragenn, andere häufige Farben für Männer-Zori sind schwarz oder indigo.

Hanao

Zehenstege/Zehenbänder für Zori und Geta aus unterschiedlichen Materialien wie Leder, Stoff oder Plastik.

News

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News

Kimono-Sonntag, 20. Mai,
Teehaus Planten un Blomen, Hamburg.
Um 15, 16 & 17 Uhr:
Vortrag zum Theme "Kimono",
Dauer ca. 15 Minuten,
Referentin: Doro Schlüter (Spree Kingyo)

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