Obi

Genau wie beim Kimono gibt es auch verschiedene Arten von Obi. Die Hauptunterscheidungsmerkmale sind dabei die Form und die Platzierung der Dekoration. Allgemein kann gesagt werden, dass je länger und breiter und je mehr Dekoration sowie Gold und Silber verwendet werden, desto formaler ist der Obi.

Formalität aufsteigend

Heko Obi

– informaler Obi
– softer Obi für Männer, Frauen und Kinder

– zum Yukata, Baumwollkimono, Sommerkimono

Hanhaba Obi

– informaler halbweiter Obi (hanhaba = halbe Breite)
– Maße ca. 15 cm Breite, Länge zwischen 320 und 400 cm
– zum Komon und Yukata

Tenga Obi
– gleiche Breite wie ein normaler Hanhaba Obi aber oft etwas

   länger
– mit vielen Metallikfäden
– formaler als ein normaler Hanhaba Obi
– zum Komon, Edo Komon oder Iromuji

Odori Obi (odori = Tanz)
– wie ein Tenga Obi
– Muster und Farben sind sehr auffällig, da die Obi auch aus

   der Entfernung wirken sollen
– regulär zum Odori (Tanz) Kimono, aber auch zum Komon, 

   Edo Komon oder Iromuji

Nagoya Obi

– informaler Obi
– Maße ca. 15 cm (Maegara = Bauchbinde) und 30 cm Breite

   (Tesaki = formt die Musubi), Länge ca. 360 cm
– zum Houmongi, Tsukesage, Iromuji, Komon und Yukata
– oft werden verschmutzte oder beschädigte ältere Maru oder

   Fukuro Obi zum Nagoya Obi umgenäht, so dass sie weiter

   getragen werden können
– Obi mit viel Gold- und/oder Silberdekor stehen formal höher
   als einfach dekorierte Obi

Fukuro-Nagoya Obi

– semi-formaler Obi
– Maße ca. 30 cm Breite x 360 cm Länge
– 60 % gemustert oder Taiko- und Bauch-Bereich, Rückseite

   ungemustert
– zum Houmongi, Tsukesage, Iromuji und Komon

Fukuro Obi

– semi-formaler Obi
– ein Fukuro Obi wird aus Vorder- und Rückseite zusammen-

   genäht, der Stoff ist auf beiden Seiten gleich. Eine Ausnahme ist der Hon-Fukuro Obi, der als Schlauch gewebt wird.
– Maße ca. 30 cm Breite x 420 cm Länge
– zum Tomesode, Furisode, Houmongi, Tsukesage und Iromuji.


Arten:    

Taiko-gara Fukuro Obi
– das Muster befindet sich nur an den Stellen, die beim Binden der Taiko-Musubi („Trommel“ Obi-Schleife) sichtbar sind        
Rokutsun-Fukuro Obi
– 60 % gemustert auf einer Seiten, Rückseite ungemustert
Zentsun-Fukuro Obi
– 100 % gemustert auf einer Seite

Maru Obi

– formalster aller Obi
– ein Maru Obi wird an einem Stück gewebt, gefaltet und

   dann an einer Seite vernäht
– Maße ca. 32 cm Breite x 420 cm Länge
– meistens 100 % gemustert auf beiden Seiten
– zum Tomesode, Furisode, Kakeshita oder Shiromuku
– der Hochzeits Maru Obi ist oft weiß- oder cremefarben und

   etwas schmaler (ca. 28 cm), dekoriert ist es meistens mit

   glücksverheißenden Symbolen

Sonderformen

Darari Obi

– formaler Maiko (Lern-Geisha) Obi
– Maße ca. 32 cm Breite x 640 cm Länge
– ein Ende ist mit einem großes Mon (Wappen) dekoriert

Tsuke Obi

– „Einfach“-Obi aus 2 Teilen: der Bauchbinde und

   der fertig geformten Musubi (Obischleife)
– für Anfänger, wenn es schnell gehen soll, praktisch beim

   Autofahren
– gerne z. B. zum Yukata oder Komon

Chuya Obi

– informaler Obi mit gleicher Breite
– charakteristisch sind die unterschiedlichen Stoffarten

   für Vorder- und Rückseite (gemustert oder uni)
– ursprünglich aus schwarzem und weißen Stoff (chuya = „Tag und Nacht“), um 680/90 während der Edo Zeit eingeführt

News

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Kimono-Sonntag, 20. Mai,
Teehaus Planten un Blomen, Hamburg.
Um 15, 16 & 17 Uhr:
Vortrag zum Theme "Kimono",
Dauer ca. 15 Minuten,
Referentin: Doro Schlüter (Spree Kingyo)

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